Umfrage zur Digitalisierung – Mittelstand braucht ganzheitliche Strategie

Am 20. April startete Kloepfel Digital Transformation eine Umfrage zum Stand der Digitalisierung in deutschen, mittelständischen Unternehmen. Die Ergebnisse sollen zeigen wo sich die größten Potentiale verbergen, welche Mittel schon genutzt werden und wie fortgeschritten sich der deutsche Mittelstand selbst wahrnimmt.

 

Bis zum Umfrageschluss letzte Woche nahmen 427 Interessierte an der Befragung teil. Den Teilnehmern stellten wir acht Fragen über den Digitalisierungsfortschritt, Potential nach Abteilung, Digitalisierungsinitiativen, Nutzung von ERP-Software und Analytics-Tools. Dabei zeigt sich: Der Mittelstand hat die Digitalisierung im Blick, aber es gibt noch sehr viel zu tun.

Ergebnisse im Detail

 Zuerst wurden die Teilnehmer gefragt, wie hoch sie den Digitalisierungsfortschritt im eigenen Unternehmen sehen – mit einem Mittelwert von 2.98 bei einer Skala von eins bis sechs Punkten ist das Ergebnis neutral. Dabei ist zu beachten, dass nicht ein einziger Teilnehmer seinem Unternehmen die Höchstpunktzahl gab. Mit jeweils 37 und 32 Prozent sehen die Teilnehmer das größte Digitalisierungspotential in der Produktion und im Einkauf, gefolgt vom Vertrieb mit weitem Abstand mit 12 Prozent. Die restlichen 19 Prozent verteilen sich auf Finanzen, Marketing und Sonstige. Rund 50 Prozent aller Befragten gab an, dass im Unternehmen eine Digitalisierungsinitiative mit festem Budget entweder in Planung oder in Durchführung ist. Ganze 85 Prozent gaben an, dass im Unternehmen bereits eine ERP-Software im Einsatz ist. Von diesen wickeln 55 Prozent alle Bestellvorgänge über ihre ERP-Software ab. Nicht ganz die Hälfte aller Befragten, 47.5 Prozent, nutzen für Controlling-Zwecke bereits Analytics- oder Business-Intelligence-Tools.

Dass in der Produktion und im Einkauf die größten Potentiale gesehen werden, ist nicht verwunderlich. Die Produktion ist der Kern der Industrie 4.0, mit den meisten Möglichkeiten und Potentialen im Zuge der nächsten industriellen Revolution. Der Einkauf hatte im Zuge von ERP-Software und anderer Controlling-Tools die Wahl, sich weiterzuentwickeln, oder überflüssig zu werden – Jetzt ist der Einkäufer Innovations- und Wissensträger, und eine wertvolle Ressource im Unternehmen.

Die wichtigste Aussage, die sich mit diesen Ergebnissen treffen lässt, ist dass es im deutschen Mittelstand nicht an Initiative mangelt. Der Bedarf und die Notwendigkeit der Digitalisierung ist offensichtlich, nicht nur dem Einkäufer. Genau so offensichtlich ist allerdings die Diskrepanz zum Ergebnis unserer ersten Frage: Trotz zahlreicher Initiativen geben die Befragten ihrem Unternehmen mittelmäßige bis schlechte Noten im Digitalisierungsfortschritt. Hier muss der Mittelstand zusammen mit Experten ansetzen, bessere Tools und Systeme einführen, eine ganzheitliche Strategie fahren.

 

Düsseldorf, 16.05.2016

 

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Alexander Meusel
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